Unser DIY Campervan – Eine Van Roomtour durch unser Zuhause auf vier Rädern

Nach vielen Jahren als Vanlife Beobachter haben wir uns 2020 endlich den Traum von einem eigenen Van erfüllt, in dem wir nun Vollzeit Europa und Asien bereisen. Mit viel Fleiß, Schweiß und einer großen Portion Liebe haben wir den Ausbau vom Kastenvagen zum Van gewuppt und könnten gar nicht glücklicher sein mit unserem neuen Zuhause auf vier Rädern.

In diesem Beitrag möchten wir dir eine kleine “Van Roomtour” geben und dir voller stolz unseren selbst ausgebauten Camper Van zeigen ☺️ Also ziehen wir mal kurz die roserote Brille auf und los geht’s!

Fahrzeug

Als Basisfahrzeug für unseren Selbstausbau haben wir einen Ford Transit L4H3 von 2014 gefunden. Der Kastenwagen ist hoch genug, dass Dorian (1,89 m) trotz verbautem Boden und Decke noch gemütlich darin stehen und gehen kann. Im Innenraum haben wir durch die 4,20 Meter große Ladefläche außerdem genug Platz für Bett, Küche, Wohn- und Arbeitszimmer sowie Badezimmer 😋

Der starke 150 PS Motor brachte uns bisher noch jeden Berg hoch und wenn es doch mal brenzlich wird, hilt der Turbolader uns einen extra Kick zu bekommen. Mit dem Bluetooth fähigen Radio hören wir während der Fahrt gerne Hörbücher oder schmeißen eine kleine Autoparty. Ein paar Einparksensoren geben einen guten Überblick, ob wir unser Schiff gerade gegen einen Baum manövrieren und durch die verbaute Rückfahrkamera sehen wir, ob wir die Parklücke auch treffen. Das ein oder andere Mal sind sind wir leider trotzdem an einen Stein oder Pfeiler gefahren, wenn unser Speedy-Gonzales-Dorian wieder zu schnell rückwärts fährt 😂 Upsi.

Van Inneneinrichtung

Unsere Van Tour beginnt mit der Inneneinrichtung. Dabei haben wir uns für einen hellen, modernen Boho Style mit Landhaustouch entschieden. Uns war sehr wichtig, dass der Van offen und hell wirkt, aber auch nicht komplett weiß ist. Deshalb haben wir mit vielen warmen, erdigen Tönen gearbeitet und Akzente mit Holz und Kork gesetzt.

Das Layout

Die Inspiration für das Layout haben wir vom ersten Van (Vanessa 1.0) von Vanlife.Sagas – durch ein Bild, dass Hanna mal bei Pinterest gesehen hatte und das lange an ihrem Visionboard hing. Als es dann an’s Eingemachte ging, war schnell klar, dass dieses Layout uns am besten gefällt und super zu unserem Lifestyle passt. Nach ein paar groben Skizzen stand die Idee und Dorian fing ungeduldig an, unseren Plan im 3D Programm zu bauen.


Unsere Kriterien bei der Layout Auswahl:

  • Helle, warme und einladend Atmosphäre
  • großes und offenes Raumgefühl
  • viel Tageslicht
  • ein großes Bett, in dem Dorian (1,89m) nicht schräg liegen muss
  • ein großes Office, damit wir beide bei jedem Wetter bequem Arbeiten können ohne uns eingeengt zu fühlen
  • genug Platz, um mit Freunden zu Essen und Brettspiele zu spielen
  • eine große Küche, um all unsere Lieblingsgerichte zu zaubern

Unsere vollausgestattete Van-Küche

Wir lieben es zu Kochen und scheuen für ein gutes Gericht keine Mühen. Für uns war es außer Frage, bei unserer selbstgebauten Campingküche Abstriche zu machen. Da wir nur selten im Ofen Backen, fanden wir es aber nicht so wichtig, einen Ofen im Van zu verbauen. Dafür haben wir ein Gaskochfeld mit zwei Brennern und einen Omnia, der uns als Ofen dient, sollten wir doch mal Leckereien wie Moussaka oder Brownies machen wollen.

In einer vollausgestatteten Van-Küche darf natürlich kein Kühlschrank mit genug Platz für frische Lebensmittel fehlen. Auch haben wir ein großes Spülbecken mit vernünftigem Wassersystem, in dem wir nicht nur Geschirr spülen, sondern auch die Haare waschen. Zusätzlich haben wir eine multifunktionale Küchenmaschine und eine Siebträgermaschine auf der Arbeitsfläche stehen. Okay! Letzteres ist nun wirklich eher Luxus in der Campingküche, aber den Schnapper von Ebay Kleinanzeigen konnten wir uns wirklich nicht entgehen lassen! ☺️

Eine große Auswahl an leckeren Gewürzen, darf in unserer Van-Küche natürlich nicht fehlen, deshalb haben wir ein Gewürzregal mit 19 Gewürzgläsern gebaut. Die andere Seite des Wagens hat ebenfalls ein Regal verpasst bekommen, in dem drei Seifenspender (Handseife, Aloe Vera, Bodylotion) und zwei Induktionsladeschalen für unsere Handys Platz finden. Die Regale sind nicht nur ein praktischer Stauraum, sondern teilen so auch optisch die Wand in “Küche” und “Wohnbereich”.

Vom Office zum Bett im Van

Tagsüber haben wir zwei lange Sitzbänke, die uns genug Platz zum Sitzen und Arbeiten bieten. Auch können wir mit unseren zwei Tischen bis zu 8 Personen im Van Platz bieten, gemeinsam Kochen, Essen und einen gemütlichen Spieleabend machen. Der Gang dazwischen lässt den Van offen und geräumig wirken und wir können so durch den kompletten Van durchlaufen – was wir persönlich total praktisch finden.

Die Tische bestehen aus zwei unterschiedlich großen Tischplatten, die mit einer beweglichen Halterung aus dem Marinebereich an einer der beiden Bänke befestigt sind. So können uns entweder für einen der beiden entscheiden, oder eine lange Theke mit beiden Tischen aufbauen.

Abends platzieren wir die Tischplatten zwischen den Bänken, ziehen ein kleines Ausziehgitter im hintern drittel der Sitzbank raus und legen die Polster zu einem riesigen 1,70 x 2 m Bett zusammen. Der Lattenrost der Bänke sorgt dabei für eine ständige Durchlüftung der Matratzen und verhindert das Anstauen von Feuchtigkeit.

In den Bänken befindet sich übrigens einiges an Stauraum, auch wenn es vielleicht nicht danach aussieht! Dort hat z.B. auch unser Stromsystem und der Wassertank sein Zuhause. Aber es gibt auch genug Platz für unser Outdoor- und Camping Equipment, einen großen Wäschesack und ein paar Vorräte, die es nicht mehr in die Schränke geschafft haben. Eventuell wird dort auch bald ein SUP (Stand Up Paddle Board) einziehen 😋.

Dekoration

Ein gutes Zuhause ist eins, in dem man sich wohlfühlt. Den Job hat Hanna mit Bravour bewältigt und viel zu viele Kissen, Trockenblumen, Vasen, einen selbst geknüpften Webteppich und mittlerweile sogar eine Lichterkette aufgehängt. Oh und der Saisonkalender von Angie hängt hier auch noch.

Technik im Van

Wenn wir nicht gerade unseren eigenen Ideen nachgehen, helfen wir als Freelancer für Video, Motion Design, Foto und Grafik, anderen mit ihren Projekten – und das alles von unterwegs. Dafür benötigen wir ein ausgeklügeltes Stromsetup im Van, mit viel Solarenergie auf dem Dach, mehreren Lademöglichkeiten, einer großen Batterie und einem Inverter, an dem wir unsere Computer anschließen können. Unser gesamtes Stromsetup inklusive unseres Schaltplans und Erläuterung der Geräte findest du in einem gesonderten Beitrag: Unser Stromsetup im Van

Über unser Wassersystem, mit einem großen Frisch- und zwei tragbaren Abwassertanks, einer Druckwasserpumpe und einem Warmwasserboiler, inklusive unseres Anschlussplanes, haben wir ebenfalls einen Blogbeitrag geschrieben: Unser Wassersystem im Van

Einen weiteren Beitrag haben wir über unsere Gasanlage, also die verbauten Geräte und Verbinder von der Gasflasche, über den Druckmindere zu unserem Gaskochfeld geschrieben: Unsere Gas-Anlage im Van

Ach ja, Dorian hat auch einiges im Van automatisiert, sodass sämtliche Schubladen automatisch mit dem Motorstart verriegeln, der Warmwasserboiler automatisch die Wasserpumpe im Van aktiviert und wir einen Signalton hören, wenn wir beim Losfahren versehentlich ein Fenster nicht geschlossen haben. Wie das Ganze funktioniert und wie auch du das nachbauen kannst, zeigen wir dir in dem vierteiligen Blogpost: DIY Schließ- und Alarmanlage im Van

Exterior

Das Schönste am Leben im Campervan ist, dass die ganze Welt unser Garten ist. Bei schönem Wetter genießen wir die Sonne und die Umgebung und bauen unser kleines Lager neben unserem Van auf. Wir spannen ein Sonnensegel, dass wir mit zwei Saugnäpfen an der Karosserie und mit zwei Stangen und Erdnägeln im Boden befestigen und bauen den Bambus-Tisch, sowie die beiden gemütlichen Faltsitze auf. Mit einer Kabeltrommel bekommen wir auch draußen Strom für die Computer und wenn wir doch mal extra Solarpower brauchen (meist nur im Herbst oder höheren Breitengraden) haben wir ein faltbares Solarpaneel, dass wir zusätzlich aufstellen können.

Für eine kleine Party oder ein gemütliches Abendessen vor dem Van haben wir eine Outdoor-Lichterkette und können in einer Feuerbox ein Lagerfeuer machen.

Van Roomtour – Ende

Wir hoffen sehr, dir haben die Einblicke hinter unsere Schiebetür in unseren selbst ausgebauten Campervan gefallen. Wenn du noch Fragen zu bestimmten verbauten Teilen hast, dann schau doch gerne auch in unseren Beitrag zum Thema “Wie viel hat der Van gekostet?“. Hier findest du neben der gesamten Kostenaufschlüsselung eine Linksammlung mit sämtlichen Teilen.

Über unseren sehr gewagten Schritt, unsere Berliner Wohnung aufzugeben, selber einen Kastenwagen zu einem wohnlichen Camper und letztendlich zu unser neues Zuhause auszubauen sind wir sehr froh. Wir lieben unseren neuen Lebensstil, die vielen Kulturen und Länder, die wir bereisen und unsere Projekte, an denen wir tagtäglich von unterwegs aus arbeiten.

Wenn du mehr von unserem Leben im Campervan sehen möchtest, dann folge uns doch auf Instagram und abonniere unseren Newsletter.

Liebe Grüße und schön, dass du da bist,
Hanna & Dorian

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