3 Monate Türkei mit dem Van (Van__Sisters)

Wir sind Kira und Sassi und sind von Oktober bis Dezember durch die Türkei gereist, haben uns Hals über Kopf in die Menschen und das Land verliebt und möchten unsere gesammelten Erfahrungen und Insider-Tipps mit dir teilen.

Die Türkei hat unglaublich viel zu bieten und wir können es als Reiseland so sehr weiterempfehlen. Neben ein paar reiserelevanten Insights über das Land selbst und worauf man bei der Reise im Campervan vielleicht achten sollte, berichten wir von unseren Erlebnissen und warum wir finden, dass die Türkei eines der schönsten Länder der Welt ist. 😁

Die Van__Sisters

Wir sind Kira und Sassi und haben 2021 unseren Campervan “Wilma” ausgebaut. Wilma ist ein Fiat Ducato Transporter, ist sechs Meter lang, mit Stehhöhe und Vorderradantrieb. Mit ihr bereisen wir die Welt und teilen auf Instagram unsere verrückten Erlebnisse.

Die sagenumwobene türkische Gastfreundschaft durften wir von Anfang bis Ende spüren und sie hat uns nachhaltig verändert. So viele Begegnungen werden für immer einen Platz in unserem Herzen haben. Vom Grenzbeamten, der uns zur Begrüßung im Land eine Handvoll Nüsse schenkt – über die Familie, die ein so großes Bedürfnis hat uns etwas zu schenken, dass sie uns eine Packung Eier vorbeibringt – bis hin zu einer Türkin, die uns in Ankara ihre Wohnung für eine Woche überlässt und herzlich in die Familie aufnimmt. Wir haben uns zu jederzeit willkommen und sicher gefühlt. Ein wunderschönes Gefühl, das hängenbleibt!

Wird über die Türkei als Reiseland gesprochen, kommen bei vielen Menschen Bilder auf von riesigen Hotelanlagen, die sich endlos an der Mittelmeerküste aneinanderreihen. Doch wer nur das gesehen hat, kennt die Türkei im Grunde genommen nicht. Dieses Land ist so facettenreich und groß, dass wir in unseren drei Monaten nur einen kleinen Teil bestaunen konnten. Gerade die Orte, die man im ersten Moment nicht mit der Türkei verbindet, waren die eindrucksvollsten. 

Gerne teilen wir deswegen mit euch einen Türkei-Leitfaden mit unseren Lieblingsorten, unseren Tipps an was man alles denken sollte und den kleinen unausgesprochenen Regeln, die euch das Reisen in der Türkei erleichtern und verschönern sollen.

Einreise mit dem Auto

Wer mit dem eigenen Auto einreist, sollte zuvor checken, ob die vorhandene Autoversicherung auch den asiatischen Teil der Türkei berücksichtigt. Dieser fängt bereits in Istanbul – also direkt am Anfang der Türkei – an. Die meisten Versicherungen decken den asiatischen Teil nämlich nicht ab. So auch unsere nicht. Bei manchen Versicherungen kann man vorab diesen Teil der Türkei extra dazu versichern lassen, ansonsten ist es möglich es so wie wir zu machen und direkt bei der Einreise an der Grenze die Versicherung zu kaufen. Diese hat 50 € gekostet und musste direkt in bar bezahlt werden. Ein weiterer wichtiger Punkt ist also, dass man genügend Bargeld an der Grenze dabeihat.

Unser Van ist auf unseren Stiefvater zugelassen, deshalb benötigten wir bei der Einreise eine Vollmacht vom ADAC.

Die Grenzpolizist:innen in der Türkei waren sehr freundlich und hilfsbereit. Ein fröhliches Merhaba erbrachte uns prompt eine Handvoll Nüsse und nette Gesichtsausdrücke. Nachdem wir die besagte Versicherung in der Tasche hatten, gab es ein paar Stempel und Einträge, dass wir mit einem Wohnmobil in der Türkei sind. Daraufhin erfolgte noch ein kurzer Blick ins Auto mit einer Nachfrage nach Zigaretten oder Alkohol und ein paar Komplimente zu Wilma später sind wir drin im Land und freuen uns wie kleine Kinder, dass alles so unkompliziert geklappt hat.

Maut in der Türkei

In der Türkei gibt es ein spezielles Maut-System. Es gibt HGS (Hızlı Geçiş Sistemi) und OGS. OGS ist eher für Einheimische mit einem türkischen Bankkonto gedacht. HGS ist unter anderem für Tourist:innen. Also genau das, was wir brauchten. HGS ist wie ein Prepaid-Sticker auf der Windschutzscheibe, der im Vorfeld aufgeladen wird. Von diesem Sticker wird dann der entsprechende Betrag an der Maut-Station abgebucht, indem man durch die Lichtschranke fährt. An den Maut-Stationen ist sehr gut ersichtlich, welche Spur man nehmen soll.

Um einen HGS-Sticker zu erhalten, muss man in eine offizielle PTT-Poststelle der Türkei gehen. Oft sieht man so eine Station direkt auf der Autobahn vor den Maut-Stationen. Es gibt sie aber auch in jeder Stadt. Ähnlich wie DHL in Deutschland. Vor Ort wird dann der Reisepass, die Papiere des Autos und Bargeld benötigt.

Wir hatten an der Grenze natürlich wieder mal nicht genug Geld parat, also sind wir erst einmal ohne diesen besagten HGS-Prepaid-Sticker durch einige dieser Stationen gefahren. Aber das ist nicht weiter problematisch, da man nach Eintritt ins Land sieben Tage lang Zeit hat sich zu registrieren. Wir haben es tatsächlich erst am 7. Tag geschafft und dann für alles zusammen 60 Lira (ca. 4 €) bezahlt.

Zusätzlich zu diesem Maut-System gibt es allerdings noch weitere Maut Stationen, an denen extra bezahlt werden muss. An bestimmten Brücken und vor allem auf der Strecke von Istanbul Richtung Izmir wird ordentlich zur Kasse gebeten. Da sonst alles so günstig ist, hat uns das zuerst sehr überrascht. Fairerweise muss aber dazu gesagt werden, dass die Straßen in der Türkei und vor allem die Autobahnen, wirklich gut sind. Fast immer sind sie mindestens dreispurig und die einzelnen Spuren sehr breit. Schlaglöcher gibt es nur sehr vereinzelt.

Das ist auch die perfekte Überleitung zum nächsten wichtigen Punkt, wenn man mit dem Auto in der Türkei unterwegs ist.

Der Straßenverkehr in der Türkei

Wie oben beschrieben sind wir wirklich begeistert von der Qualität der Straßen in der Türkei. Ehrlich gesagt hatten wir ähnlich schlechte Straßen erwartet wie in Rumänien, das Gegenteil ist allerdings der Fall. An die allgemeine Straßenverkehrsordnung wird sich nur bedingt gehalten. Wir müssen wirklich sagen, dass uns das Autofahren in der Türkei gelassener gemacht hat. Am Anfang waren wir entsetzt, wenn wie selbstverständlich einfach über eine rote Ampel gefahren wurde, oder wir auf der rechten Spur wartend an der Ampel standen und rechts jemand an uns vorbeizog, um uns zu überholen. Anfangs habe ich mich bei jedem Hupen angegriffen gefühlt und gedacht, ich hätte etwas falsch gemacht. Gehupt wird in der Türkei allerdings bei jeder Gelegenheit und manchmal auch einfach nur so. Sei es ein Hallo, Schön dich zu sehen, ein Achtung hier komme ich, ein Tschüss, ein Danke, oder ein klassisches Beschweren.

Nach ein paar Wochen fanden wir es dann selbst fast logisch, dass diese Dinge getan wurden. Der Verkehr ist unserer Meinung nach fließender und tatsächlich rücksichtsvoller. Dass jemand auf sein Recht beharrt, wie in Deutschland, gibt es eigentlich kaum. Es ist auch kein Problem, wenn es länger dauert beim Ein- oder Ausparken. Die Menschen sind weniger gestresst.

Auf den Autobahnen und Landstraßen gibt es viele LKWs. Die LKWs sind häufig sehr überladen und schwanken bei Wind von rechts nach links. Auf der Autobahn mussten wir feststellen, dass LKW Fahrer:innen die Spur nicht immer halten. Beim Vorbeifahren haben wir dann oft gesehen, dass das Handy in der Hand war. Irgendwann haben wir die ungeschriebenen Regeln gelernt, um mit diesem Problem umzugehen. Hupen, oder Lichthupe ist das Mittel zum Zweck. Die Lichthupe wird immer verwendet, wenn ein LKW oder Auto überholt wird, auch wenn man bereits auf der linken Spur ist. So weiß der/die andere Fahrer:in, dass man von hinten kommt und achtet wieder auf die Spur. Davon kann man jetzt halten was man möchte, in unserer Erfahrung hat es jedenfalls funktioniert und uns ein sichereres Gefühl, vor allem auf den Autobahnen, gegeben.

Wichtige Wörter und die Sprache

Unser Tipp ist es, vorab die wichtigsten Vokabeln drauf zu haben.

Hallo – Merhaba – Meraba
Guten Morgen – Günaydın – Güneiden
Guten Abend – Iyi aksamlar – jak schamlar
Tschüss – güle güle – güle güle
Danke – Teşekkürler – Tescheküler
Bitte – lüften – lüftän
Sehr schön/sehr lecker/immer, wenn etwas sehr positiv ist – cok güzel – tschok güzel
Ok – tamam – tamam
Ja – evet – ewet
Nein – hayır – heiir

Mit diesen Wörtern kommt man auch ohne weitere Sprachkenntnisse ganz gut durch die meisten Gespräche und die Menschen freuen sich sehr, dass man einige Wörter bereits spricht und versteht. Wir haben festgestellt, dass die Menschen sich dann wertgeschätzt fühlen und finden es persönlich respektvoll dem Land und der Kultur gegenüber. Tatsächlich sprechen sehr viele Türk:innen Englisch, je weiter man wiederum von touristischen Orten abkommt, desto weniger wird Englisch gesprochen oder verstanden.

Freistehen, Stellplätze und Campingplätze

In der Türkei wird Freistehen fast überall geduldet. Uns ist es nicht passiert, aber es kann anscheinend vorkommen, dass man an manchen Stellen von der Polizei aus Sicherheitsgründen gebeten wird sich woanders hinzustellen. Die Türk:innen selbst sind auch begeisterte Camper:innen und viele haben entweder ein Zelt oder auch ausgebaute Vans. Einige unserer schönsten Stellplätze haben wir durch Tipps von ebenfalls campenden Türk:innen bekommen. Campingplätze gibt es relativ häufig in der Küstenregion. Im Osten gibt es kaum welche und hier haben wir eher auf bewachten Parkplätzen oder Restaurantparkplätzen gestanden. Diese haben wir über die App Park4Night gefunden.

An Wasser zu kommen, war in der Türkei im Normalfall auch kein Problem. Wasserquellen mit Wasserhahn sind am Straßenrand und meistens in der Nähe von Friedhöfen anzutreffen. Häufig ist es sogar Trinkwasser. Auch hier haben wir die Standorte der Wasserquellen über Park4Night ausfindig gemacht.

Kulinarische Spezialitäten 

Was das Essen angeht, kann man in der Türkei eigentlich nichts falsch machen. Selbst Çig Köfte von der Tankstelle waren einfach nur lecker. In keinem Land haben wir bisher so gut gegessen, wie in der Türkei. In Restaurants findet man häufig eine sich ähnelnde Speisekarte, die sich im Grunde genommen nur von Region zu Region ändert. Jede Region hat ihre Spezialitäten.

So kann man zum Beispiel in Mersin am besten Tantuni Sandwiches essen und in Adana natürlich den berühmten Adana Kebab. (Tantuni ist Yufka-Fladenbrot, gefüllt mit gegartem, gehacktem Rind- oder Lammfleisch, Tomate, Zwiebel, glatter Petersilie, Sumach, gemahlenem Chili, Kümmel und gemahlenem schwarzen Pfeffer. Serviert wird Tantuni traditionell mit Zitrone und scharfem Chili (Turşu)). Gaziantep ist für seine Pistazien bekannt und generell findet man in Antep alle türkischen Spezialitäten in Perfektion, die man sich vorstellen kann und noch vieles mehr. Nicht umsonst ist Gaziantep ein Weltkulturerbe in der Kategorie Gastronomie.

Häufig kommt es auch vor, dass sich ein Restaurant nur auf eine Speise spezialisiert hat. Dann gibt es auch nichts anderes. Generell können wir euch empfehlen in Restaurants einfach auf die Kellner:innen und deren Empfehlungen zu vertrauen, da es auch immer wieder vorkommt, dass man sowieso das bekommt, was sie für das Beste halten. Nach dem Essen immer daran denken, dass das Angebot für einen Çay angenommen wird, sonst wird es unter Umständen als Zeichen angesehen, dass der Service oder das Essen schlecht sei. Schlechten Service hatten wir in den ganzen drei Monaten kein einziges Mal und wir sind fast täglich in Restaurants oder Cafés gewesen. Die Kellner:innen und Restaurantbesitzer sind immer unglaublich bemüht, dass man sich wohlfühlt und freuen sich sehr über Tourist:innen. Das ein oder andere Mal kam es vor, dass sich so über uns gefreut wurde, dass sie ein Foto mit uns machten, oder sich einfach ein bisschen mit uns unterhalten wollten. Dann wird keine Mühe gescheut, die Sprachbarriere zu überbrücken und schnell mal ein Verwandter in Deutschland angerufen, damit wir uns verständigen können. Die Gastfreundschaft hat auch in Restaurants keine Grenzen. Vegetarisches Essen zu bekommen ist eigentlich nie ein Problem gewesen, jedoch kann es durchaus schwieriger werden sich rein vegan zu ernähren. 

Wir haben für euch einmal unsere Lieblingsgerichte und Lebensmittel aus der Türkei zusammengetragen:

  • Simit / Sesamring – ist ein ringförmiges Hefegebäck mit Sesamkörnerkruste, eins unser allerliebsten Frühstücke und Must Haves in der Türkei.
  • Die Früchte in der Türkei sind einfach der absolute Geschmackswahnsinn. Danach werdet ihr, bei unserem importierten Obst, leider für immer weinen. Schon gewusst: In der Türkei werden sogar Bananen und Avocados angebaut.
  • Olivenöl – ist durch den lokalen Anbau der Oliven einfach unglaublich schmackhaft und so gut!
  • Meze – ist wie ein Vorspeisen-Tapas-Teller mit hausgemacht leckeren Pasten, wie Hummus, Baba Ghanoush, oder super leckerem, gegrillten und eingelegtem Gemüse.
  • Çig Köfte – ist eins unserer absoluten Lieblinge in der Türkei und mittlerweile eigentlich in fast jeder Region vegan. Ein Dürüm Sandwich mit einer lecker gewürzten Bulgurmasse mit frischem Salat und Kräutern.
  • Kumpir – ist eine Backkartoffel mit einer Vielzahl an schmackhaften Toppings – soo gut!
  • Baklava / Künefe und generell Süßspeisen in der Türkei sind einfach unfassbar lecker.
  • Lahmacun – die türkische Pizza. Dazu wird meist frischer Salat und Granatapfelsirup gereicht, lieben wir so sehr und ist ein himmelweiter Unterschied zu dem, was wir in Deutschland darunter verstehen.
  • Manti – die gefüllte Teigtasche, die es irgendwie in jedem Land in unterschiedlichen Varianten gibt. Traditionell mit Fleisch gefüllt und mit Joghurt und einem scharfen Tomaten-Gemüse-Dip serviert. In manchen Gegenden oder Restaurants gibt es diese auch in vegan oder vegetarisch und mit einer Variation an Füllungen.
  • Pide – kleine Teigschiffchen. Wenn ihr Käse liebt, ist Pide auch immer eine super vegetarische Option.
  • Türkische Linsensuppe mit Zitrone – so gut und auch eine der veganen Optionen.
  • Börek – der türkische Strudel aus Yufka Teig mit würziger Füllung entweder mit Hackfleisch oder der Variante mit Käse und Spinat, ein Traum!
  • Gözleme – die türkischen, meist herzhaften Pfannkuchen, oft gibt es diese an kleinen Ständen an viel befahrenen Straßen. Der perfekte Snack und eins unserer absoluten Lieblingsessen.

Bräuche

Einer der bekanntesten Bräuche ist der schwarze Tee Çay (ausgesprochen Tschai) in der türkischen Kultur. Çay ist das Nationalgetränk der Türkei und wird seit über 100 Jahren in der Provinz Rize, am Schwarzen Meer angebaut.

Seitdem wird er zu jeder Gelegenheit getrunken und auch Tourist:innen wird er immer angeboten. Es gilt als unhöflich das Angebot für eine Çay abzuschlagen. Vor allem nach dem Essen sollte man immer einen Çay trinken, da sonst vermutet wird, dass man mit dem Service oder dem Essen unzufrieden sei.

Zur türkischen Gastfreundschaft gehören ebenfalls Geschenke. Es wird sehr gerne und freudig geschenkt. Unserer Erfahrung nach ist es meistens eine Kleinigkeit zu Essen oder zu Trinken. Eier, oder Honig haben wir zum Beispiel häufig bekommen. Mit der Zeit haben wir dann herausgefunden, dass es den Brauch gibt nie einen Teller leer zurückzugeben. Es sei denn, es ist ein Pappteller. Dieser suggeriert, dass man ihn danach ruhig wegschmeißen kann und nichts zurückgeben müsse. Kein Türke erwartet von ausländischen Touristen, dass dieser Brauch gekannt und berücksichtigt wird, jedoch haben sich immer alle gefreut, wenn wir Süßigkeiten, oder einen selbstgebackenen Kuchen zurückgeschenkt haben. Ein paar Mandarinen sind auch völlig in Ordnung, haben uns türkische Bekannte versichert.

Kleidung

Wenn ihr euch unsicher mit der angemessenen Kleidung seid, dann ist es sinnvoll sich an den einheimischen Menschen zu orientieren. Sieht man viele Frauen mit kurzer Kleidung, dann scheint das unproblematisch zu sein, zum Beispiel an Küstenorten. Innerlandes kann es durchaus vorkommen, dass die Menschen eher bedeckt sind und längere Kleidung tragen. Wir finden, dass es dazu gehört die jeweiligen kulturellen Gegebenheiten zu respektieren und sich dann gewissermaßen anzupassen.

Einkaufen

Die Lebensmittelkosten beim Einkaufen im Supermarkt sind tatsächlich ähnlich zu Deutschland. Günstige Supermärkte sind der Sok und der Bim. Wir finden sie vergleichbar zu Aldi und Lidl. Hier können auch einige Haushaltsgegenstände gefunden werden. Neben diesen Supermärkten gibt es noch den Migros Markt. Migros ist eine Supermarkt Kette von unterschiedlicher Größe. Die Größe erkennt man an der Häufigkeit des Ms vor Migros. Das geht von MM Migros bis 5M Migros. Die 5M Migros Märkte erinnern an Kaufland. Die etwas Kleineren entsprechen etwa Rewe oder EDEKA. In diesem Supermarkt findet ihr auch vegane Ersatzprodukte und pflanzliche Milch.

Wir empfehlen euch Obst und Gemüse und Lebensmittel wie Nüsse und Olivenöl an Straßenständen zu kaufen. Das ist frischer, regional, günstiger und macht einfach Spaß. Die lokal lebenden Menschen werden direkt unterstützt und sie freuen sich sehr.

Tiere

Es gibt relativ viele Straßenhunde und Katzen in der Türkei. Generell ist unsere Einschätzung, dass der Gesundheitszustand der Tiere etwas besser ist, als in anderen Ländern mit vielen Straßentieren wie zum Beispiel Rumänien oder Griechenland. Die Türkei scheint das Problem erkannt zu haben und versucht dafür Lösungen zu finden. Gerade in Städten hatten wir das Gefühl, dass dies funktioniert, in ländlicheren Regionen ist es aber wohl immer noch problematisch.

Die Tiere werden häufig gefüttert und umsorgt. Die meisten Hunde die wir gesehen haben, hatten einen Chip und die Katzen einen Schnitt im Ohr, als Zeichen, dass sie bereits kastriert oder sterilisiert sind.

Die Türk:innen scheinen eine besonders große Liebe für Katzen zu haben, so ist vor allem Istanbul als Stadt der Katzen bekannt. Hier haben wir so unglaublich viele Katzen gesehen, wie an noch keinem Ort zuvor. Auch kleine Behausungen mit Decken für die Tiere waren hier und dort im Zentrum zu entdecken. Die Straßentiere dürfen sogar im Winter nachts im Einkaufszentrum übernachten.

Auf der ganzen Reise hatten wir immer Tierfutter dabei. Gerade Plätze an denen viele Campingfahrzeuge stehen, sind beliebt bei Straßenhunden und Katzen. Die Tiere, die wir getroffen hatten waren alle freundlich und oft zutraulich. Das sehen wir als Zeichen, dass sie gute Erfahrungen mit Menschen gemacht haben. So manches Mal hatten wir eine Katze als Übernachtungsgast und ein Rudel Hunde, was uns jeden Morgen freudig begrüßt hat. Der Abschied fiel uns dann dementsprechend jedes Mal schwer.

Lieblingsorte in der Türkei

Wir haben noch lange nicht alle schönen Orte in der Türkei entdeckt, aber hier sind unsere Favoriten aus unseren drei Monaten Türkei. Herausstechend war der Osten für uns. Hier mochten wir vor allem Şanlıurfa, Gaziantep und unser Favorit Mardin nahe der syrischen Grenze. In Südost Anatolien erlebt man das traditionelle Türkei vor allem auf den belebten Bazaren und trifft nicht so häufig auf andere westliche Tourist:innen wie in anderen Städten beispielsweise an der Küstenregion. UNESCO hat Gaziantep auf die Liste der “UNESCO Creative Cities” in der Kategorie Gastronomie aufgenommen und das Essen dort haben wir in vollen Zügen genossen.

Ein großes Highlight unserer ganzen Reise war Kappadokien. Mit seiner vulkanischen Torflandschaft und den Feenkaminen fühlt es sich an wie auf einem anderen Planeten. In Göreme in Kappadokien steigen bei Windstille jeden Morgen und Abend Heißluftballons in dieser magischen Umgebung.

Unsere Lieblingsgroßstädte in der Türkei waren natürlich Istanbul mit seinem einzigartigen Flair, den vielen Katzen und tatsächlich Antalya. Antalya hat uns sehr überrascht, da wir hier ausschließlich mit vielen Hotelanlagen gerechnet hatten. Die wunderschöne Altstadt Antalyas ist geschichtsträchtig und facettenreich. Hier verbinden sich Großstadt mit Strandparadies und es ist definitiv ein Muss auf der Türkei Rundreise.

Paradiesisch schön und eine Empfehlung von uns ist die Mugla Region mit der Halbinsel Marmaris und dem Ort Dalyan. Hier findet man traumhafte Strände, schlüpfende Schildkröten, duftende Pinienwälder und guterhaltene, römische Ruinen.

Obwohl wir nur drei Monate in diesem wunderschönen Land waren, könnten wir noch viel mehr berichten. Die einzelnen Regionen haben so viel zu bieten, was wir hier nur angerissen haben. Dieses Land hat auch durch seine verschiedenen Klimazonen für jeden etwas dabei. Egal, ob man sich nach Sonne, Strand und Meer sehnt, die Berge bevorzugt, Wildwasser Rafting in Flüssen liebt, oder einen geschichtsträchtigen Städtetrip möchte – in jeder dieser Kategorien hat die Türkei abgeliefert und uns begeistert.

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Ein Kommentar

  1. Sooo ein schöner Blogartikel, der einen instant in die Türkei beamt! Ich liebe eure wunderschönen Fotos und es hat Spaß gemacht, den Artikel zu lesen. Kann das meiste nur unterschreiben. Ich kenne mich zwar an der Ägäischen und Lykischen Küste am besten aus und hab Antalya bisher immer gemieden, merke aber, dass es Zeit wird, entlang der Küste auch mal weiter zu fahren als sonst 🙂

    Freue mich, wenn wir uns wieder in der Türkei begegnen 🙂
    Lisa Caravanci

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